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Umreich's Anglerfachmarkt  Rheinboldtstraße 24  2362 Biedermannsdorf Bezirk Mödling     

Gruppenfischen am Palinito

Als ich das erste Mal von Chris Bienert vom Palinito gehört habe, war ich sehr angetan von dem Gewässer und habe beschlossen, ein Gruppenfischen zu veranstalten. Nach einigen Gesprächen mit Chris und Mr.Biofreak (Mike E.) wurde der gesamte See gemietet und die Vorbereitungen begannen. Als erstes wurde eine Facebookgruppe gegründet, um herauszufinden, wie viele Leute ich animieren könnte dort zu fischen. Sehr schnell wurde mir klar, dass es eine gute Idee war, den ganzen See zu reservieren. 7 Teams mit 2 Anglern waren schnell gefunden und die ersten Anzahlungen trudelten auf mein Paypalkonto ein. Nach knapp zwei Wochen hatten alle ihren Beitrag bezahlt und ich konnte mit der Planung beginnen. Welche Regeln sollte ich aufstellen, um allen dieselben Chancen zu ermöglichen? Gefischt wurde mit zwei Ruten und einer Raubfischrute nachdem das erste Testfischen sehr gut verlief und in 24 Std. fast 30 Fische gefangen wurden.

Da die Fische nicht gut auf Futterplätze reagiert haben wurde einstimmig beschlossen, nach jedem Fisch mit dem Wurfrohr nachzulegen, was sich als die beste Strategie herausgestellt hat.

Nach einigen Gesprächen in Umreich‘s Anglerfachmarkt in Biedermannsdorf mit dem Großteil der teilnehmenden Angler haben wir ausgemacht, uns am Donnerstag um 8 Uhr früh im Shop zu treffen und gemeinsam den Weg nach Ungarn anzutreten. Gesagt getan, um 8 Uhr 30 waren die letzten Kleinigkeiten eingeladen und es konnte losgehen.

Im Konvoi ging es Richtung Palinito nach einem kurzen Abstecher auf die falsche Autobahn und einer Vollsperrung unserer Route kamen wir dann doch relativ pünktlich am See an.

Was für ein Bild - 23ha Wasser für uns und die ersten Fische zeigten sich auch schon an der Oberfläche.


   

 

 

Als erstes wurden die Ruten mit Singles bestückt und einfach auf ca. 70m geworfen. Den ersten Run hatte ich nach ca. einer Stunde auf meiner rechten Rute. Ein wunderschöner 5+kg Spiegler gab sich ein Stelldichein und wurde schnell versorgt, da wir alle Fische unter 8kg entnehmen sollten.

      

Nachdem der Aufbau des Camps erledigt war, habe ich ca. einen halben kg KeyCray von Nash großflächig auf meinen Spots verteilt und die Ruten neu positioniert.


 Was dann folgte war eine schon als Arbeit anzusehende Action - im Halbstunden-Takt fingen wir Fische bis 9kg.


     

 

Um 2 Uhr wurde es mir dann zu viel und die Ruten blieben im Trockenen. Nach jedem Fisch haben wir ungefähr eine Handvoll Kugeln mit dem Wurfrohr nachgelegt.

Am nächsten Tag um 6 Uhr früh wurden die Ruten wieder neu ausgeworfen und erstmal kräftig gefrühstückt, um Energie für den Tag zu tanken. Nach einer halben Stunde ging es wieder los und wir fingen im Stundentakt Fische. Einige echte Beauty‘s fanden ihren Weg in den Kescher bis es leicht zu regnen anfing und die Bisse ausblieben.


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Das wechselhafte Wetter hat uns ein paar Stunden Ruhe gegönnt, die ich mit Rig binden und anderen Vorbereitungen schnell hinter mich gebracht hatte. Mittlerweile war es Freitagabend und ich wanderte eine Runde um den See, um die anderen Angler zu besuchen. Mit Jägermeister und guter Laune bewaffnet dauerte es fast 3 Stunden, bis ich wieder bei mir am Platz angekommen war. Schnell die Ruten neu bestückt und ausgeworfen, da beide Ruten während meiner Abwesenheit abgelaufen waren und zwei schöne Spiegler gebracht hatten.

Nach einem gemütlichen Abendessen und drei weiteren Fischen wurde es Zeit für mich im Schlafsack zu versinken, da die Seerunde mich doch etwas fertig gemacht hatte ;)).

Da es wieder leicht zu regen begonnen hatte, war ich mir sicher, wenigstens ein paar Stunden Schlaf zu finden, doch die Fische waren anderer Meinung und es ging fröhlich weiter. Im Stundentakt fingen wir Fische bis 9kg bis ich völlig fertig um 4 Uhr nachts die Ruten endgültig aus dem Wasser genommen habe, um wenigstens drei oder 4 Stunden Schlaf zu bekommen.


     


Samstag morgens schien die Sonne und ein heißer Tag kündigte sich an. Ich wollte eine neue Taktik ausprobieren und legte einen großen Futterplatz an in ca. 1,20m Tiefe und ca. 90m entfernt. 5kg Pellets und 2,5kg Kugeln sollten reichen um die Fische eine Zeitlang zu beschäftigen. Rigs vorbereiten und frühstücken dauerte aufgrund des Schlafmangels länger als gedacht und als ich endlich fertig war, brannte die Sonne schon von Himmel. Zeit für ein Nickerchen im neuen Nash Sessel. Eine Stunde später lief mal wieder die Rute, die ich neben dem neuen Futterplatz positioniert hatte, ab und das Spiel begann wieder von Neuem. Allerdings ließ sich die nächsten 20 Stunden kein Fisch am angelegten Futterplatz fangen. Ich hatte mit Chris gesprochen und er hatte mir gesagt, dass Futterplätze nur wenig bis keine Fische gebracht hatten in letzter Zeit. Natürlich musste ich es selbst herausfinden ;). Ich hab den Futterplatz dann mal in Ruhe gelassen und im näheren Bereich gefischt (25-50m Entfernung).

 

Zu Mittag kam Peter - der Besitzer des Sees - mit meinen bestellten Sachen für das abendliche Gulasch. 8kg feinstes Schweinefleisch und ebenso viele kg Zwiebel fanden ihren Weg in den von Peter zur Verfügung gestellten Gulaschkessel. Gewürze und jede Menge Paprika gaben dem Ganzen den nötigen Pfiff.


Gegen 18 Uhr habe ich dann die Leute zu Essen gerufen und für die nächsten eineinhalb Stunden schwiegen die Bissanzeiger und es wurde gespeist und das eine oder andere Bier aufgerissen. Peter versorgte uns zum Abschluss noch mit einer Flasche Slibowitz, die sich schnell in der Runde verteilt hatte.

Um etwa 20 Uhr waren auch die letzten Esser wieder am Platz und ich war wieder mit Rig binden beschäftigt, um dem nächtlichen Ansturm gerecht zu werden. Zum Dunkelwerden waren die Ruten wieder positioniert und wir konnten einen wunderschönen Sonnenuntergang genießen.



 

Ich hatte mir vorgenommen, die letzte Nacht durch zu fischen, allerdings forderte der heiße Tag irgendwann seinen Tribut und um 5 Uhr früh konnte ich die Ruten nicht wieder auswerfen ohne fast umzukippen. Daher blieben sie draußen und ich fiel zufrieden in den Bedchair. 12 Fische konnte ich bis dahin überlisten, allerdings war der ersehnte 10+ wieder nicht dabei. 


 

Sonntag war Abreisetag und nach einer kurzen Siegerehrung für den schwersten Fisch/die drei schwersten Fische und den schwersten Raubfisch wurden die Hütten wieder sauber gemacht und alles in die Autos verladen.


  

 

Auch am Sonntag wurden weiter Fische gefangen, allerdings war das Durchschnittsgewicht am letzten Tag niedriger als an den vergangenen Tagen.

 

Gefischt habe ich verschiedene Boilies in 10mm bis 50mm von

Nash (KeyCray und ScopexSquid)

BaitserviceAustria (TripleX und Black Mamba)

Mainline (Cell/EssentiellCell/SaltySquid/HLPineapple)

Aquatic Baits

Es gab keinen merkbaren Unterschied, außer wenn die Kugeln unbehandelt also ohne Liquid oder Dips ausgeworfen wurden - dann hat es statt einer halben Stunde eine Stunde gedauert, bis sie abliefen.

Ich hab verschiedene Rigs ausprobiert und GermanRig und KnotlessKnot hatten die besten Hookouts. Das einzige Rig, das viele Aussteiger produziert hat, war das RonnieRig mit steifer Boomsektion, was allerdings dem schlammigen Untergrund auf dem gefischt wurde zuzuschreiben war.

 

Als extrem stabil und langlebig haben sich die neuen Haken von Ridgemonkey herausgestellt, die ich bei diesem Fischen getestet habe. Alle Varianten wurden ausprobiert (Beaked/Chod/Straight/Curve) und selbst nach 7 Fischen waren die Haken noch immer scharf und stabil.

 

Unser Fazit nach 4 Tagen Palinito:

14 Angler konnten über 500 Fische fangen mit Gewichten bis 13,1kg. Es wurden geschätze 150 Armurs bis 9kg gefangen, drei Welse bis 24kg und einige Hechte bis 4kg. Etwa 350 Karpfen (Spiegler und Schuppis) bis 13,1kg konnten ebenfalls zum Landgang überredet werden.

Alles in allem war es ein sehr gelungenes Gruppenfischen mit viel Fisch/Spaß und neuen Freundschaften.

Wir kommen definitiv wieder, allerdings erst wenn genug Fische entnommen wurde, um ein gewisses Gleichgewicht herzustellen.

Dem Besitzer Peter sind wir sehr dankbar für die tolle Unterstützung - egal was wir gebraucht haben er hat es besorgt und das zu sehr humanen Preisen.

Chris Bienert hat sich ebenfalls sehr gut um uns gekümmert, wenn er nicht gerade am drillen gewesen ist ;))). Außerdem möchte ich mich nochmal herzlich für den Preis für den schwersten Fisch bedanken (! 1Woche Palinito für 2 Personen inkl. Hütte!)

 

Besonderer Dank geht auch an Umreich’s Anglerfachmarkt in Biedermannsdorf, der uns ein tolles Paket als Preis für die drei schwersten Fische gesponsert hat und uns auch im Vorfeld unterstützt hat.


Flow Carp

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